Was tun vor einem Wettkampf im Ausdauersport?

Vieles haben einige Läuferinnen und Läufer schon durchlebt und wissen, welche Trainingseinheit noch besonders „anschlägt“, und welche Einheit eben nicht. Genauso können einige sehr wohl, aus leidvollen Erfahrungen, davon berichten, welche Mahlzeit ganz besonders lange die Verdauung belastet.

Ausgerechnet dann, wenn man es gar nicht will und brauchen kann, machen sich Verdauungsprobleme bemerkbar. Auch von der Nervosität des bevorstehenden Wettkampfes herrührend, die sowieso nicht einkalkulierbar ist.

Stolpersteine kurz vor dem Ziel, oder besser kurz vor dem Startschuss gibt es viele. Manche können durch gute Planung vermieden werden.

Wenn das nötige Training für einen Wettkampf, für eine bestimmte Zeit, vorher nicht realisiert wurde, kann das auch nicht durch optimales Verhalten wenige Tage vorher kompensiert werden. Das nötige Training kann auch nicht in den letzten Tagen vor einem Wettkampf aufgeholt werden. Was gemacht wurde ist in den Beinen, jetzt gilt es die Kraft für den entscheidenden Wettkampf optimal für sich zu nutzen.

Umfang reduzieren, keine Testläufe!

Deshalb sollte in den letzten beiden Wochen vor einem Start der Umfang des Trainings spürbar und deutlich reduziert werden. Haben sie Mut zur Lücke. Ihre Leistung wird die letzten Kilometer vor einem Wettkampf nicht mehr beeinflussen. Allerhöchstens negativ. Wenn sie beispielsweise vier Mal in der Woche laufen, dürften sie das Training vor einem entscheidenden Event halbieren. Gehen sie nur noch zwei Mal in der Woche in den Wald um auch wirklich frisch an den Start gehen zu können.

Frische verlieren sie aber nicht nur durch Umfang. Auch zu schnelles Laufen kann sie um die Früchte ihrer guten Vorbereitung bringen. Vermeiden sie einen Testlauf drei, zwei oder gar einen Tag vor ihrem Start. Ein wirklicher Test sollte zwei Wochen vorher abgeschlossen sein. Ihr Körper wird die ganze Energie brauchen. Mit unnötigen Belastungen erreichen sie vielleicht ein gutes Testergebnis zwei Tage vor dem Wettkampf, am Tag X fühlen sie sich müde und fragen sich, warum es noch vor zwei Tagen so gut geklappt hat.

Ernährung in den letzten Tagen vor dem Wettkampf

Mittwoch, Donnerstag und Freitag Haupt-Ernährung: Möglichst kohlenhydratreich. Brot, Kartoffeln, Klöße, Nudeln, Reis, Obst, Trockenfrüchte, Müsli. Mageres Fleisch, Fisch, magere Milchprodukte und Gemüse in jeder Form. Regel gegenüber der gewohnten Ernährung: Doppelt Kohlenhydrate, doppelt Gemüse, aber die Hälfte bis ein Drittel Fleisch. Fett bis auf Öl meiden. Hunger auf Süßes: Trockenobst, Pudding, mageres Joghurt, Gelee-Früchte, "Gummis". Keine Schokolade, kein Eis (Fett)! Getränke: Säfte, Mineralwasser. Bier in Maßen(!) oder Wein in Maßen(!) erlaubt. Nahrungsmittel-Zusätze: Morgens Vitamin E, Magnesium (fehlt bei LäufernInnen immer).

Sonnabend: Abends Pizza mit Edamer- oder Gouda-Käse zubereitet (Chrom!), Schinken, Pilzen, Tomaten, Paprika und einem dicken Boden. Pizza. Nudeln oder Kartoffeln als Hauptgericht gehen natürlich auch. Bei Hunger auf Süßes, sollten Sie Trockenfrüchte verzehren, dann können Sie morgens vor dem Rennen auch pünktlich Ihren Darm entleeren. Besonders wichtig ist jetzt die Kapsel Apfelessig-Konzentrat oder auch etwas Essig in ein Getränk mischen. Essigsäure zusammen mit Kohlenhydraten erhöht die Glykogen-Speichermenge

Sonntag: 4 Stunden vor dem Start: Frühstücken Sie zwischen 4 und 3 Stunden vor dem Beginn des Rennens. Trinken Sie als erstes ein Glas süßen Saft. Bereiten Sie Ihr gewohntes Frühstücksgetränk (Kaffee oder Tee) zu. Süßen Sie das Getränk mit Honig oder Zucker. Essen Sie jetzt keine Vollkorn-Produkte, denn diese enthalten viel Schlacken und die drücken Ihnen möglicherweise auf den Darm. Weiße Brötchen mit Marmelade oder Honig sind nun am besten geeignet und überall zu bekommen. Dazu ein bis zwei Bananen oder Apfelmus mit Haferflocken und die Sache stimmt.

60 Minuten vor dem Wettkampf solltest du nur noch genügend (nicht zu viel!) trinken und vor allem auf eine vernünftig ausgeführtes Aufwärm- und Stretchprogramm achten.
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